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Kai Schumacher

Wenn es etwas gibt, das nichts zu tun hat mit ihm und seiner Musik, dann ist es “Crossover”, ein Wort, das suggeriert, irgendwas meets irgendwas. Bei Kai Schumacher trifft nichts auf nichts, weil immer schon alles da ist. Je verschiedener, umso vertrauter. Er spielt Solopiano – keine Overdubs, keine Loops, keine Drum-Machine. Alles liegt offen auf dem Tisch.

Als Interpret mit Schwerpunkt auf Minimal Music und zeitgenössischer amerikanischer Klaviermusik veröffentlichte Kai Schumacher seit 2009 mehrere Alben mit Werken von unter anderem Frederic Rzewski, John Cage, George Crumb und Steve Reich. Auf seinem Album “Rausch“ (2019) lag der Fokus erstmals auf eigenen Kompositionen. Hierfür hat er sein Instrument analog präpariert und spielt mit den “schrägen“ Tönen des Klaviers ein Spiel mit der akustischen Wahrnehmung. Sein Solo-Album “Tranceformer“ (2023) führt dieses Spiel auf anderer Ebene fort - die Musik bleibt in permanenter Verwandlung und entwickelt ihre temporäre Gestalt in den subjektiven Ohren der Hörer*Innen.

Darüber hinaus entstehen regelmäßig gemeinsame Projekte mit Künstler*innen unterschiedlichster musikalischer Hintergründe – darunter der Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen, der Cellist Benedict Kloeckner sowie aktuell das Duo AFAR.