Ronja Sophie Putz ist als Kammermusikerin, Solistin, Performerin, Regisseurin, Improvisatorin und Komponistin tätig. Neben der engen Zusammenarbeit mit Komponist*innen umfasst ihr Repertoire Werke vom Barock bis zum Jetzt, sowie Eigenkompositionen und Improvisationen, die das Zusammenspiel der Geige und der menschlichen Stimme ausloten.
Diese stilistische Bandbreite und Experimentierfreudigkeit bringt sie in diverse Ensembles ein, darunter das Zentaur-Quartett, ensemble distr.action, newtopia, Ensemble Neue Kammer und die Improvisations-Working-Bands LYSE und Moons of Pluto.
In ihren Eigenkompositionen und Improvisationen erweitert sie den Klang der Geige sowohl mit ihrer Stimme, als auch mit Objekten wie Schrauben, Klammern und Vibratoren und spielt mit der Schnittstelle von poetischer Zartheit und Aberwitz. Ein weiterer Fokus liegt auf interdisziplinären Projekten, peformativen und szenischen Konzertformaten und dem Verbinden verschiedener Kunstformen mit sozialem und politischem Engagement.
In ihrem Soloprogramm sogno/suono für Violine und Stimme webt Ronja Sophie Putz eine zarte Klangwelt, in der sich vertraute und überraschende Klänge wie durch einen Korridor in sich stetig ausbreitende Stille bewegen. In Experiment, Improvisation und Komposition fand RSP - getrieben von der Faszination für das Finden des Unterschiedlichen im Gemeinsamen (und umgekehrt) - eine Klangsprache, die einen Raum für Durchlässigkeit, synästhetische Assoziationen und erhöhte Sensibilität schafft. Die Violine wird zur Verlängerung des Körpers, ihr Klang zur Verlängerung der Stimme. Akustische Illusionen, dezente Electronics und eine mit Schrauben und Vibratoren präparierte Violine, die teils mit markerschütternder Eindringlichkeit, teils mit fast unhörbarer Zartheit und subtilem Humor auftritt, spielen mit der Wahrnehmung der Hörenden und öffnen die Ohren für das Grenzland zwischen Klang und Stille.
Das Soloprogramm sogno/suono wurde mit dem Stipendium #MusikerZukunft der Deutschen Orchester-Stiftung in der Spielzeit 2024/2025 gefördert. Die gleichnamige CD erschien im Herbst 2025 beim Label Tonkunstmanufaktur.