"Awaiting PM/Fractal“ kombiniert zwei bereits erschienene EPs Rofalskis. Die erste entstand während der Schwangerschaft seiner Partnerin, wobei der Albumtitel auf den Platzhalter-Namen Peter-Miguel verweist, den das Paar vor der Geburt des ersten Kindes verwendete. Das Album umfasst sieben Titel, die jeweils nach einem Wochentag benannt sind.
Mit einem Yamaha-Flügel sowie einen Akai MPC 2000-Sampler, den Rofalski bereits als Teenager erworben hatte; fängt er die nervöse Erwartungshaltung jener Zeit ein. Die Melodien bestehen meist aus Fragmenten – einzelnen Akkorden oder kurzen Motiven, die nachdenklich in der Luft hängen – umgeben von sprunghaften Rhythmen, digitalen Plapperausbrüchen und dem Puls sowie Rauschen von Ultraschall. Der Klang ist einhüllend, wie eine Gebärmutter, und hat eine intime Qualität, die sich anfühlt wie ein Blick in einen privaten Moment.
Den vielleicht deutlichsten Einblick in Rofalskis besondere musikalische Alchemie bietet die EP “Fractal“. Entstanden aus intensiven Studiosessions, unterzieht diese Aufnahmen die resonanten Töne eines Flügels einer umfassenden Bearbeitung, Looping und Resampling. Das Ergebnis ist angespannt, noir-artig und rhythmisch, im trickreichen Sinne von IDM. “Perpetuum“ mit Rhythmen des niederländischen Perkussionisten Felix Schlarmann beschwört eine Aphex-artige Mischung aus präpariertem Klavier, metallischer Percussion und bösartiger Basslast herauf, während das markante Stück “Fractal Waves“ Rofalski zeigt, wie er seine Melodien in immer intensivere Spiralen loopt, während knisternde Geräuschtexturen am Rand einzudringen beginnen.