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Hatis Noit

Beeindruckend … Ausbrüche seltsam bewegender mündlicher Fanfaren

The Wire

Hatis Noit ist eine japanische Sängerin, die aus dem abgelegenen Shiretoko auf Hokkaido stammt und heute in London lebt. Ihr beeindruckendes Stimmspektrum ist erstaunlicherweise autodidaktisch erworben; inspiriert wurde sie von allem, was sie finden konnte – von Gagaku (japanischer klassischer Musik) über Opernstile, bulgarische und gregorianische Gesänge bis hin zu Avantgarde- und Pop-Sängerinnen.

Im Alter von 16 Jahren, während einer Wanderung in Nepal zum Geburtsort Buddhas, erkannte sie, dass das Singen ihre Berufung war. Während ihres Aufenthalts in einem Frauentempel in Lumbini hörte Hatis Noit eines Morgens auf einem Spaziergang jemanden singen. Als sie nachschaute, stellte sich heraus, dass es eine Nonne war, die ganz allein buddhistische Gesänge sang. Der Klang bewegte sie so sehr, dass ihr augenblicklich die tiefgreifende Kraft der menschlichen Stimme bewusst wurde; ein ursprüngliches und instinktives Instrument, das uns mit dem Wesen der Menschheit, der Natur und unseres Universums verbindet.

Der Name Hatis Noit selbst stammt aus der japanischen Folklore und bedeutet “Stiel der Lotusblume”. Der Lotus steht für die Welt der Lebenden, während seine Wurzel die Geisterwelt repräsentiert; somit ist Hatis Noit das, was beide verbindet. Für Hatis Noit verkörpert Musik dieselbe Unterwelt mit ihrer Fähigkeit, uns zu bewegen und auf die andere Seite zu entführen: in die Vergangenheit, in eine Erinnerung, in unser Unterbewusstsein. ​

​Hatis Noit hat Fans wie David Lynch gefunden, der sie für einen Auftritt bei seinem Showcase beim Manchester International Festival 2019 auswählte, sowie den Superproduzenten Rick Rubin, in dessen Showtime-Dokumentarserie “Shangri-La” sie mitwirkte.

Ihr Track “Inori” wurde vom amerikanischen Avantgarde-Komponisten William Basinski überarbeitet, während “Thor“ einen schamanischen Techno-Remix vom legendären britischen DJ und Produzenten Matthew Herbert erhielt.

Sie sorgt auf den europäischen Musikfestivals für Aufsehen, unter anderem mit Auftritten bei Womad, Rewire und Le Guess Who?, sowie weltweit bei Veranstaltungen wie dem Big Ears Festival, Mutek Montreal und Wonderfruit – und erntet überall Standing Ovations. Wie The Guardian in seiner Kolumne „Ones to Watch“ schrieb: “Sie hat das Publikum zu Tränen gerührt.”